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Ausbau der Betreuungsplätze für Kinder bis zu drei Jahren

 

Rechtlicher und politischer Hintergrund

Im Rahmen des im Dezember 2008 in Kraft getretenen Kinderförderungsgesetzes (KiföG) soll der Ausbau der Kindertagesbetreuung konsequent fortgesetzt werden. Bis August 2013 soll es bundesweit im Durchschnitt für jedes dritte Kind unter drei Jahren einen Betreuungsplatz in einer Kindertageseinrichtung geben. Infolge dessen hat jedes Kind mit Vollendung des ersten Lebensjahres einen Rechtsanspruch auf Förderung in einer Kindertageseinrichtung oder in der Kindertagespflege.

 

Unser Beitrag

Da wir unsere Angebotsstruktur ständig bedarfsgerecht weiterentwickeln und uns auf die veränderten gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen einlassen, bieten auch unsere Kindertageseinrichtungen Plätze für Kinder von 1-3 Jahren an. Im Jahr 2011 hatten wir insgesamt 9 Krippengruppen mit jeweils 10 Plätzen für Kinder von 1-3 Jahren. Darüber hinaus bieten wir weitere Plätze für Kinder unter drei Jahren in altersgemischten Gruppen an.

Weitere Baumaßnahmen für zusätzliche Krippenplätze sind derzeit in Planung. Diese werden voraussichtlich in den Jahren 2013-2014 in Betrieb gehen.

 

Die pädagogische Qualität

Wir wollen die Kinder in ihrer Individualität stärken und sie dabei unterstützen sich zu eigenständigen Persönlichkeiten zu entwickeln. Jede Kindertageseinrichtung und somit jede Krippengruppe arbeitet nach einem individuellen pädagogischen Konzept. Dieses enthält wiederum die folgenden grundlegenden Bildungsziele für die pädagogische Arbeit mit Kindern von 1-3 Jahren:


1.    Das Ermöglichen von ganzheitlichen Sinneserfahrungen
2.    Die Erfahrung von körperlicher Ent-wicklung und Bewegungsanregung
3.    Das Spüren und Erfahren von ver-lässlichen Beziehungen und von Kon-tinuität
4.    Das bewusste Erleben von Struktur und Orientierung
5.    Das Erfahren vielfältiger sprachlicher Anregungen
6.    Das Einüben von sozialem Lernen

 

Der Krippenalltag

Der Tagesablauf in einer Gruppe mit Kleinstkindern beinhaltet sehr sensible Phasen und vielfältige Schlüsselsituationen. Diese wiederkehrenden und ritualisierten Angebote und Situationen beinhalten eine Vielzahl an Bildungs- und Entwicklungsprozessen, die durch unsere pädagogischen Fachkräfte liebevoll begleitet werden. Zu diesen Schlüsselsituationen gehören beispielsweise das gemeinsame Essen, das Ausruhen und Schlafen oder die beziehungsvolle Pflege.

 

Die Eingewöhnung

Da die Betreuung von (Kleinst-)kindern in einer Kindertageseinrichtung für alle Beteiligten eine bedeutende und sensible Phase sowie den Beginn eines neuen Lebensabschnitts darstellt, bedarf es einer strukturierten und einfühlsamen Eingewöhnung der Krippenkinder. Unsere Krippengruppen haben individuelle Eingewöhnungskonzepte, die sich in ihren Grundsätzen und Leitzielen an das Berliner Eingewöhnungsmodell anlehnen.

Mit einer sanften und möglichst kontinuierlichen Eingewöhnung sollen Brüche und Irritationen für das Kind im Übergang vom Elternhaus in die Kindertageseinrichtung vermieden werden. Dazu benötigt jedes Kind zu Beginn die regelmäßige Anwesenheit einer Bezugsperson (Mutter, Vater,…). Die Anwesenheit wird in der ersten Zeit langsam verringert bis das Kind sich von seiner Bezugsperson lösen kann. Nur so kann eine vertrauensvolle Beziehung und eine tragfähige Bindung zu einer unserer pädagogischen Fachkraft wachsen.

Die Eingewöhnungszeit umfasst in der Regel 4 bis 6 Wochen, in der die tägliche Anwesenheit des Kindes stufenweise und individuell gesteigert wird. Die Eingewöhnungszeit ist abgeschlossen, wenn sich das Kind in der Einrichtung wohl fühlt, Vertrauen zu der pädagogischen Fachkraft geschlossen hat und sich mit Freude und Interesse in der Einrichtung beschäftigt. Eine gelungene Eingewöhnung zu Beginn ist entscheidend für den weiteren Bildungsverlauf und das spätere Bindungsverhalten des Kindes.