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Projekte in unseren Kindertageseinrichtungen

Die Projekte

  • IQUAnet
  • Das Programm KiFa
  • Projekt zur psychosexuellen Entwicklung bei Kindern

 

Das Projekt IQUAnet - Inklusion in Kindertageseinrichtungen

Was bedeutet Inklusion?

Inklusion bedeutet wortgemäß "einschließen". Die inklusive Pädagogik gilt als ein pädagogischer Ansatz, dessen wesentliches Prinzip die Wertschätzung der Diversität (Vielfalt) in der Bildung und Erziehung ist. Eine inklusive Pädagogik schließt folglich alle Kinder mit ein: Kinder mit Behinderung, Kinder, die in ihrer Entwicklung allgemein beeinträchtigt sind und Kinder mit einer problemlosen Entwicklung

Rechtliche Grundlagen

Mit der UN-Behindertenrechtskonvention wurde ein Menschenrechtsanspruch auf Teilhabe und Nicht-Ausgrenzung für Menschen mit Unterstützungsbedarf geschaffen. Nach §24 muss es für jedes Kind eine Garantie auf eine inklusive Bildung in allgemeinen Bildungseinrichtungen (auch in Kindertageseinrichtungen!) geben und die Wahlfreiheit für Eltern gewährleistet werden.
Nach SGB VIII, KiTaG und dem Orientierungsplan von Baden-Württemberg muss es eine gemeinsame Erziehung und Bildung von Kindern mit und ohne Behinderung in den Kindertageseinrichtungen geben.

Eine positive Vorreiterrolle in dem Prozess der Weiterentwicklung nimmt das Projekt IQUAnet der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg und der Arbeitsgemeinschaft Integration Reutlingen e.V. ein.

Der Name IQUAnet steht für:

  • Inklusion
  • Qualifikation
  • Assistenz
  • Netzwerk

Das Leitbild von IQUAnet

Das Leitziel von IQUAnet ist es, "ein[en] Kindergarten für alle" zu erhalten und damit den Anspruch auf Inklusion für alle Kinder umzusetzen. Weitere Ziele sind die Unterstützung der Inklusion einzelner Kinder und ihrer Eltern, die Beratung und Qualifizierungen von pädagogischen Fachkräften, Eltern, Einrichtungsleitungen, sowie die Aktivierung von Möglichkeitsräumen im Sozialraum und in der Kommune. Weiterhin sollen intensive Kooperationen zwischen Einrichtungen und Fachdiensten hergestellt werden, um eine nachhaltige Weiterentwicklung regionaler und lokaler Strukturen zu gewährleisten.

Das Projekt IQUAnet begann bereits 2009 und läuft insgesamt drei Jahre. Es wird an zwei unterschiedlichen Standorten, in Ludwigsburg und Reutlingen, umgesetzt. Insgesamt sind in Ludwigsburg zwei Kindertageseinrichtungen an dem Projekt beteiligt. Darunter auch das Evangelische Friedrich-Fröbel-Haus.

Ausblick

Trotz großer Bereitschaft der pädagogischen Fachkräfte, können bislang noch nicht alle Kinder in die Einrichtung aufgenommen werden. Gründe hierfür sind die Qualifizierung und Organisation der Integrationskräfte oder die räumlichen und personellen Engpässe. Es ist ein sehr langer und zeitaufwendiger Weg zur Umsetzung von Inklusion in Kindertageseinrichungen. Wir sind jedoch mit Projekten wie IQUAnet und durch die Bemühungen und das Engagement unserer pädagogischen Fachkräfte bereits auf einem sehr guten Weg.

 

Weitere Informationen zum Thema IQUAnet finden Sie hier.

 

Das Programm KiFA - Kinder- und Familienbildung

Allgemeine Informationen

Das Programm KiFa wird seit 2003 in den Ludwigsburger Kindertageseinrichtungen umgesetzt. Im Jahr 2007 wurde das Modell in Regelstrukturen übertragen. Momentan wird KiFa in insgesamt zehn Kindertageseinrichtungen, darunter drei evangelische Einrichtungen, durchgeführt.

Was ist KiFa?

KiFa ist ein Programm zur Verbesserung der Chancengerechtigkeit aller Kinder - unabhängig von ihrer sozialen Herkunft. Die teilnehmenden Familien werden in ihrer Bildungs- und Erziehungskompetenz gestärkt und unterstützt. Die Zielgruppe des Programms sind bildungsungewohnte Familien sowie Familien mit Migrationshintergrund.

Aufbau des Programms KiFa

KiFa besteht aus drei Säulen:

  1. Qualifizierung der ErzieherInnen und Mentoren/-innen
  2. Durchführung von Elternkursen in den Einrichtungen
  3. Vernetzung, Kooperation und Öffnung zum Gemeinwesen

Die Elternkurse in den Einrichtungen bestehen aus jeweils 6-8 Frauen, die sich wöchentlich treffen und Themen, wie Sprachförderung, Medienkonsum, Grenzen setzen, etc. gemeinsam erarbeiten und sich darüber austauschen. Ebenso wird der Erziehungsalltag der Familien mit aufgenommen und Übungsaufgaben für die Arbeit mit dem Kind Zuhause werden vergeben. Die Elternkurse werden von Müttern geleitet und durchgeführt. Im Vordergrund hierbei steht die Hilfe zur Selbsthilfe.

Zum KiFa-Programm gehört ebenso die intensive Kooperation mit einer Erziehungs- und Sozialberatungsstelle, wie der Caritas Ludwigsburg-Waiblingen-Enz. Diese bietet eine regelmäßige Sprechstunde sowie eine individuelle Beratung vor Ort an. Des Weiteren werden unterschiedliche Hilfsangebote in der Kindertageseinrichtung vernetzt (z.B. Schuldner- oder Suchtberatung).

Das Kursangebot

  • Elternkurse für Mütter von 3-6 jährigen Kindern
  • Eltern-Kind-Kurse  für Kinder von 0-3 Jahren
  • Elternkurse für Eltern von Grundschulkindern

 

Weitere Informationen zum KiFa-Programm finden Sie hier.

 

Projekt zur psychosexuellen Entwicklung bei Kindern

Hierbei handelt es sich um ein Forschungsprojekt zur psychosexuellen Entwicklung bei Kindern, das in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg sowie weiteren Kindertageseinrichtungen und Trägern aus Stuttgart, Darmstadt und Frankfurt entwickelt wurde. Es startete bereits im September 2010 und läuft insgesamt 14 Monate.

Ziel des Projektes ist es den "normalen" Umgang mit Körperlichkeit und psychosexueller Entwicklung in Kindertageseinrichtungen zu beschreiben und zu definieren.

Weiterhin soll eine Handreichung für die pädagogischen Fachkräfte entwickelt werden, die neben der ausführlichen Beschreibung der kindlichen (psycho-)sexuellen Entwicklung ebenso die Gestaltung von (psycho-)sexuellen Themen und Alltagssituationen in Kindertageseinrichtungen sowie die Herausforderungen für die pädagogischen Fachkräfte und die konzeptionelle Weiterentwicklung der Kindertageseinrichtungen enthält.

Sobald die Handreichung im Frühjahr 2012 fertig gestellt wurde, wird diese schrittweise im Rahmen von Fortbildungsveranstaltungen in unsere Einrichtungen implementiert.